Wandfutter 150 – So gelingt die perfekte Schornsteindurchführung

21. März 2026

Wandfutter 150 – so gelingt die perfekte Schornsteindurchführung

Ein sauberes Wandfutter sorgt dafür, dass Abgasrohre sicher durch Außenwände geführt werden können. Gerade bei einem Durchmesser von 150 mm ist Präzision wichtig: Luftdichtheit, Wärmedämmung und Korrosionsschutz spielen zusammen. In diesem Einführungsabschnitt gebe ich einen Überblick über die wichtigsten Punkte, damit die Durchführung dauerhaft dicht und sicher bleibt.

Ob Neubau oder nachträglicher Einbau – die richtige Auswahl des Wandfutters und eine sorgfältige Verarbeitung reduzieren Wärmeverluste und verhindern Feuchtigkeitsschäden.

Materialien und kompatibilität

Wandfutter sind meist aus Edelstahl oder verzinktem Stahl gefertigt. Edelstahl hat den Vorteil hoher Korrosionsbeständigkeit, besonders bei feuchter Witterung oder aggressiven Abgasen. Wichtig ist, dass das Material mit dem verwendeten Ofenrohr kompatibel ist.

Eigenschaft Typische Werte
Innendurchmesser 150 mm
Material Edelstahl / verzinkt
Temperaturbeständigkeit bis 600 °C (je nach Ausführung)
Dämmoption mit/ohne Dämmung

Bei der Auswahl hilft es, die Bauvorschriften und die Herstellerangaben Ihres Ofens zu prüfen. Manche Systeme erfordern zusätzliche Brandschutzmanschetten oder eine größere Mantelbürste.

Vorbereitung und werkzeug

Gute Vorbereitung spart Zeit und verhindert Fehler. Messen Sie die Wandstärke und markieren Sie die genaue Achse für den Durchbruch. Wenn möglich, arbeiten Sie zu zweit.

  • Bohrhammer oder Kernbohrer passend zum Mauerwerk
  • Säbelsäge oder Lochsäge für Innenausklinkungen
  • Wasserwaage und Maßband
  • Dichtstoffe (Silikon, hitzebeständige Dichtmasse)

Schutzkleidung nicht vergessen: Schutzbrille, Handschuhe und geeignete Atemschutzmasken bei staubigen Arbeiten.

Schritt-für-schritt montage

Beginnen Sie mit dem Anzeichnen des Bohrlochs. Bei 150 mm Durchmesser empfiehlt sich ein Kernbohrer; bei massiven Wänden kann ein Loch aus mehren Segmenten sinnvoll sein. Achten Sie auf saubere Kanten.

Nach dem Durchbruch das Wandfutter probeweise einsetzen. Prüfen Sie den Sitz: Es darf kein Spiel haben und muss plan anliegen. Wenn nötig, Ausgleichscheiben oder Mörtel verwenden.

Verbinden Sie das Kaminrohr mit dem Einsatzstück. Achten Sie auf die Flucht und nutzen Sie eine Dichtung, damit Abgase nicht in die Wand gelangen. Für viele Anwender ist es hilfreich, ein geeignetes Produkt gezielt auszuwählen – zum Beispiel ein hochwertiges wandfutter 150, das bereits werkseitig mit Dichtung und Montageflansch geliefert wird.

Abschließend alle Fugen mit hitzebeständiger Dichtmasse verschließen und die Außenabdichtung anbringen, um Feuchtigkeit fernzuhalten.

Häufige fehler und wie man sie vermeidet

Zu den typischen Fehlern zählt ein zu großes Spiel zwischen Rohr und Wandfutter. Das führt zu Undichtigkeiten und Zugproblemen. Ebenfalls problematisch: fehlender Brandschutz bei brennbaren Bauteilen in der Nähe.

  • Nie ohne Dichtungen montieren
  • Bei brennbaren Wandteilen Brandschutz einsetzen
  • Regelmäßige Kontrolle nach der ersten Heizperiode

Wer diese Punkte beachtet, reduziert das Risiko von Geruchsbelästigung oder gar Kohlenmonoxid-Eintritt. Eine fachmännische Abnahme durch einen Schornsteinfeger ist empfehlenswert.

Wie tief sollte das wandfutter in der Wand sitzen?

Das Wandfutter sollte so weit eingeschoben werden, dass außen noch genügend Platz für die Abdichtung verbleibt, meist 10–30 mm. Die exakte Tiefe orientiert sich an Wandstärke und Montageanleitung des Herstellers.

Kann ich das wandfutter selbst montieren?

Ja, bei einfachen Wandaufbauten ist eine Selbstmontage möglich, wenn Sie über geeignetes Werkzeug und handwerkliches Geschick verfügen. Bei Unsicherheit oder brennbaren Bauteilen sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen.

Wie pflege ich die Schornsteindurchführung?

Regelmäßige Sichtkontrollen auf Dichtigkeit und Korrosion reichen oft aus. Reinigen Sie die Anschlussstelle bei Bedarf und lassen Sie Schornstein und Abgasanlage jährlich vom Schornsteinfeger prüfen.